{"id":1464,"date":"2017-02-05T23:40:40","date_gmt":"2017-02-05T22:40:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oewg.org\/?p=1464"},"modified":"2017-02-05T23:40:40","modified_gmt":"2017-02-05T22:40:40","slug":"zum-25-jubilaeum-der-aufnahme-der-diplomatischen-beziehungen-mit-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oewg.org\/?p=1464","title":{"rendered":"ZUM 25. JUBIL\u00c4UM DER AUFNAHME DER DIPLOMATISCHEN BEZIEHUNGEN MIT \u00d6STERREICH"},"content":{"rendered":"<p>Vor 25 Jahren, am 5. Februar 1992, wurde das Protokoll \u00fcber die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Belarus und der Republik \u00d6sterreich unterzeichnet. Der junge belarussische Staat bestrebte nach der Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen mit \u00d6sterreich, dem Aufbau des konstruktiven Dialogs und der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit in allen Bereichen. Schon im Jahr 1993 wurde die Botschaft der Republik Belarus in der \u00f6sterreichischen Hauptstadt er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich, das Belarus als einen wichtigen Partner im Zentral- und Osteurop\u00e4ischen Raum betrachtet, war wiederum einer der ersten EU-Staaten, dessen Parlament das Abkommen \u00fcber die Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der Republik Belarus und der Europ\u00e4ischen\u00a0 Union ratifizierte.<\/p>\n<p>Im Laufe des Jahrhundertviertels erlebten wir verschiedene Etappen in der Entwicklung der bilateralen Beziehungen. Dieser Weg war nicht immer einfach und leicht, aber die belarussisch-\u00f6sterreichische Zusammenarbeit, auf Vertrauen und Respekt basierend, machte durch gemeinsame Anstrengungen beider Seiten bedeutende Fortschritte.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der Republik Belarus Aliaksandr Lukaschenka besuchte \u00d6sterreich zweimal: im April 1996 und im M\u00e4rz 2002. Durch das \u00a0pers\u00f6nliche Treffen der Pr\u00e4sidenten beider Staaten Aliaksandr Lukaschenka und Heinz Fischer, das am 28. September 2015 im Rahmen der 70. Sitzung der UNO-Generalversammlung in New York stattfand, wurde neue Dynamik dem bilateralen Dialog auf der h\u00f6chsten Ebene verliehen.<\/p>\n<p>Die letzten Jahre wurden von der aktiven Entwicklung der bilateralen Kontakte auf der hohen Ebene gepr\u00e4gt: f\u00fchrende Vertreter des \u00f6sterreichischen Parlaments und des Au\u00dfenamtes, der Wirtschaftskammer, sowie h\u00f6chste religi\u00f6se Repr\u00e4sentanten \u00d6sterreichs besuchten Belarus. Die Au\u00dfenminister beider Staaten sind im st\u00e4ndigen Dialog und trafen sich pers\u00f6nlich zweimal im letzten Jahr.<\/p>\n<p>Belarus und \u00d6sterreich arbeiten in den internationalen Organisationen konstruktiv zusammen. Zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Vertiefung des belarussisch-\u00f6sterreichischen Dialogs im multilateralen Bereich entstehen im Jahr 2017 im Zusammenhang mit dem Vorsitz von \u00d6sterreich in der Organisation f\u00fcr Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, sowie dem belarussischen Vorsitz in der Zentraleurop\u00e4ischen Initiative.<\/p>\n<p>Beachtenswert ist die konsequente und aktive Unterst\u00fctzung seitens der Republik \u00d6sterreich des Bestrebens von Belarus nach der Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen mit der Europ\u00e4ischen\u00a0 Union.<\/p>\n<p>Unsere Offenheit zur Entwicklung der Beziehungen zu \u00d6sterreich sowie das Interesse \u00f6sterreichischer Partner an Belarus erm\u00f6glichten die Realisierung einer Reihe von gegenseitig vorteilhaften Projekten. Zu den gr\u00f6\u00dften davon geh\u00f6ren die Teilnahme des \u00f6sterreichischen Konzerns \u201eVoestalpine\u201c an der Modernisierung des Spitzenreiters der belarussischen Industrie \u201eBelarussisches H\u00fcttenwerk\u201c, die erfolgreiche Arbeit in Belarus der \u201ePriorbank\u201c als Tochterfirma der \u201eRaiffeisenbank\u201c, die Teilnahme des Holdings \u201eTelecom Austria\u201c an der Entwicklung von Telekommunikationen in unserem Land, die Entwicklung des Mautsystems durch die Firma \u201eKapsch\u201c, sowie eine Reihe von Projekten des Unternehmens \u201eKronospan\u201c, das in Belarus einige Betriebe gegr\u00fcndet hat. Das sind nur die markantesten Beispiele einer erfolgreichen und fruchtbaren bilateralen Arbeit. Ein Beweis f\u00fcr das Vertrauen \u00f6sterreichischer Unternehmen zu Belarus ist die stabile Position \u00d6sterreichs als einer der bedeutendsten Investoren in unserem Land. Nach Investitionsvolumen geh\u00f6rt \u00d6sterreich in den letzten Jahren st\u00e4ndig zu der Top 5.<\/p>\n<p>\u00d6sterreichische Unternehmen beteiligen sich aktiv an der Modernisierung belarussischer Betriebe in verschiedensten Branchen (Energiewirtschaft, Verkehrsinfrastruktur, Maschinenbau, Holz- und Metallverarbeitung, Nahrungsindustrie, Bauwesen, Umweltschutz u.a.).<\/p>\n<p>Zwecks der Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen wurden gemeinsame institutionelle Mechanismen geschaffen, die heute erfolgreich t\u00e4tig sind. Es sind u.a. die \u00d6sterreichisch-Belarussische Gemischte Kommission f\u00fcr die bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und das Belarussisch-\u00d6sterreichische Gesch\u00e4ftsrat.<\/p>\n<p>Wichtiger Bestandteil der bilateralen Beziehungen sind humanit\u00e4re Kontakte mit \u00d6sterreich. Das \u00f6sterreichische Volk streckt helfende und solidarische Hand den B\u00fcrgern von Belarus, die an den schweren Folgen der Katastrophe auf dem Atomkraftwerk in Tschernobyl leiden. Kinder aus den betroffenen belarussischen Regionen werden j\u00e4hrlich f\u00fcr Genesungsferien nach \u00d6sterreich eingeladen. Wir danken aufrichtig unseren \u00f6sterreichischen Freunden f\u00fcr ihre aktive Teilnahme an diesen wohlt\u00e4tigen Projekten!<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeug, dass es heute wichtig ist, nicht nur positive Dynamik in der bilateralen Beziehungen zu behalten, sondern auch unsere Zusammenarbeit weiterhin konsequent zu erweitern und zu vertiefen. Das entspricht v\u00f6llig den Interessen beider Staaten. Belarus ist bereit f\u00fcr weitere Intensivierung des Zusammenwirkens mit \u00d6sterreich in allen Bereichen einschlie\u00dfend Politik, Wirtschaft, Handel und Investitionen, Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Die Er\u00f6ffnung der Botschaft von \u00d6sterreich in Minsk im Februar 2016 zeugt unseres Erachtens vom entsprechenden Interesse der \u00f6sterreichischen Seite.<\/p>\n<p>Die Botschaft von Belarus in \u00d6sterreich wird auch weiterhin zur\u00a0 Entwicklung der belarussisch-\u00f6sterreichischen Beziehungen und zur Festigung der Freundschaft zwischen den V\u00f6lkern unserer L\u00e4nder aktiv beitragen.<a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/at_by.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1465\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/at_by.jpg\" alt=\"\" width=\"545\" height=\"85\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/at_by.jpg 545w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/at_by-300x47.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 25 Jahren, am 5. 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