{"id":1631,"date":"2017-11-21T13:16:00","date_gmt":"2017-11-21T12:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oewg.org\/?p=1631"},"modified":"2017-11-21T13:16:00","modified_gmt":"2017-11-21T12:16:00","slug":"die-neue-seidenstrasse-bericht-der-veranstaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oewg.org\/?p=1631","title":{"rendered":"Die neue Seidenstra\u00dfe- Bericht der Veranstaltung"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Podium-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1633\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Podium-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1385\" height=\"925\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Podium-1.jpg 1385w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Podium-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Podium-1-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Podium-1-1024x684.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1385px) 100vw, 1385px\" \/><\/a>Die Neue Seidenstra\u00dfe &#8211; Konfrontation oder Kooperation der Superm\u00e4chte?<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Podiumsdiskussion in der Urania, 15. Nov. 2017<\/p>\n<p>Am 15. November 2017 fand in der Volkshochschule Urania eine Podiumsdiskussion zum Thema \u201eDie Neue Seidenstra\u00dfe \u2013 Konfrontation oder Kooperation der Superm\u00e4chte?\u201c statt, organisiert von der \u00d6sterreichisch-Wei\u00dfrussischen Gesellschaft und der Urania, moderiert von Univ. Prof. Dr. Dieter Segert, bisher Leiter des Instituts f\u00fcr Politikwissenschaft. Die \u201eNeue Seidenstra\u00dfe\u201c, auch \u201eBelt and Road Initiative\u201c genannt, ist ein Jahrhundertprojekt, das 2013 von China zum Aufbau eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes zwischen Europa und Asien begonnen wurde. Belarus ist Teil der Eurasischen Wirtschaftsunion und auch des Projekts der \u201eNeuen Seidenstra\u00dfe\u201c. Im April 2017 hat Pr\u00e4sident Lukaschenko am gro\u00dfen Gipfeltreffen \u00fcber das Projekt in Peking teilgenommen.<\/p>\n<p>Alexander Hartmann vom deutschen Schiller-Institut, Chefredakteur der Wochenzeitung \u201eNeue Solidarit\u00e4t\u201c (Wiesbaden) sprach \u00fcber das neue Paradigma der globalen Kooperation. Es handelt sich um ein ganzes Netz von Infrastrukturkorridoren \u2013 von China aus durch die Mongolei \u00fcber die mittelasiatischen Republiken nach Russland, Belarus und Westeuropa, aber auch nach Pakistan und die T\u00fcrkei. Auf dem Pekinger Forum im April 2017 wurde bekanntgegeben, dass Chinas Entwicklungsbanken weitere 115 Mrd. $ f\u00fcr neue Vorhaben bereitstellen. In Osteuropa ist China am Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Budapest-Belgrad sowie am Oder-Donau-Elbe-Kanal und am Donau-Adria-Kanal beteiligt.<\/p>\n<p>In den westlichen L\u00e4ndern sei jedoch diese Idee weitgehend auf taube Ohren gesto\u00dfen, wie Hartmann ausf\u00fchrte. Der Grund daf\u00fcr sei das geopolitische Denken der westlichen Eliten: In den USA w\u00e4re man unter Pr\u00e4sident Bush sen. froh gewesen, dass Russland am Boden lag, und man wollte, dass das so bleibt. Man sandte Jeffrey Sachs mit seiner Schocktherapie nach Moskau, von der sich Russland erst unter Pr\u00e4sident Putin wieder erholt habe. Der Westen betrachte jede andere Macht in erster Linie als einen Konkurrenten, den es niederzuhalten gelte, damit man seine eigenen Interessen gegen ihn durchsetzen k\u00f6nne, kritisierte Hartmann.<\/p>\n<p>Belarus liege sozusagen auf der anderen Seite der Mauer, die die Europ\u00e4er durch die Sanktionen gegen Russland aufgebaut haben. Es w\u00fcrde viel gewinnen, wenn die europ\u00e4ischen Staaten sich der Neuen Seidenstra\u00dfe anschlie\u00dfen w\u00fcrden. Es sei f\u00fcr alle Beteiligten besser, die Konfrontationshaltung aufzugeben und statt dessen eine Politik der Kooperation zu verfolgen, wie sie uns China in seiner Seidenstra\u00dfen-Initiative anbiete.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Sergei Kizima, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr internationale Beziehungen der Verwaltungsakademie beim Pr\u00e4sidenten von Belarus (Minsk) sprach vor allem \u00fcber die Beziehungen von Belarus zu China. Er f\u00fchrte aus, dass die Initiative Chinas \u201eEin G\u00fcrtel \u2013 eine Stra\u00dfe\u201c auf die Kooperation zwischen den gr\u00f6\u00dften internationalen Spielern gerichtet sei. Die Initiative solle hunderte Milliarden Dollar \u201e\u00fcberfl\u00fcssiges Geld\u201c jenseits der Grenzen Chinas verwerten, und ebenso eine Infrastruktur auf dem Territorium Eurasiens schaffen, die f\u00fcr die chinesischen Investoren \u201eInseln\u201c der chinesischen Pr\u00e4senz darstellt.<\/p>\n<p>Kizima stellte fest, dass das Jahr 2016 das schlechteste f\u00fcr die belarussische Wirtschaft war, und dass es jetzt mit jedem folgenden Jahr leichter w\u00fcrde. Im Jahr 2017 sei das BIP bereits um 1,6 % gestiegen, im Gegensatz zum R\u00fcckgang in den Jahren 2015 und 2016.<\/p>\n<p>Vor allem beginne sich Russland an die schwierige Situation anzupassen, in der es sich als Folge der Sanktionen des Westens und des Preisr\u00fcckgangs f\u00fcr Erd\u00f6l auf dem Weltmarkt befinde. Die russische Wirtschaft h\u00e4tte immer ein gro\u00dfes Potential gehabt, und das Vorhandensein eigener nat\u00fcrlicher Ressourcen h\u00e4tte die Situation erleichtert. Der Niedergang der russischen Wirtschaft h\u00e4tte aufgeh\u00f6rt, und die L\u00f6hne h\u00e4tten nach einer Periode des starken R\u00fcckgangs wieder zu steigen begonnen.<\/p>\n<p>In der Folge h\u00e4tten die belarussischen Exporteure die M\u00f6glichkeiten des Absatzes ihrer Produktion auf ihrem wichtigsten Exportmarkt wieder zur\u00fcckerhalten. In der Zeit von J\u00e4nner bis Juli 2017 w\u00e4re der belarussische Export nach Russland um 24,4 % im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres gestiegen. Der belarussische Export in die Ukraine stieg 2017 um 19,1 %, nach Kasachstan um 65 % und der Export nach Gro\u00dfbritannien verdoppelte sich.<\/p>\n<p>Die Containerbef\u00f6rderungen zwischen China und der EU auf dem Territorium von Belarus wuchsen in einem st\u00fcrmischen Tempo, das sich im Jahr 2016 verdoppelte. Ebenso bedeutend ist die Arbeit am Industriepark \u201eGro\u00dfer Stein\u201c (Velikij kamen\u2018), an dem gemeinsam mit China gebaut wird. Im letzten Jahr wurden dort hunderte Millionen Dollar verwertet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/gro\u00dfe-Gruppe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1634\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/gro\u00dfe-Gruppe.jpg\" alt=\"\" width=\"1385\" height=\"925\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/gro\u00dfe-Gruppe.jpg 1385w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/gro\u00dfe-Gruppe-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/gro\u00dfe-Gruppe-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/gro\u00dfe-Gruppe-1024x684.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1385px) 100vw, 1385px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1635\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild.jpg\" alt=\"\" width=\"1385\" height=\"925\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild.jpg 1385w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild-1024x684.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1385px) 100vw, 1385px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Neue Seidenstra\u00dfe &#8211; Konfrontation oder Kooperation der Superm\u00e4chte? \u00a0 Podiumsdiskussion in der Urania, 15. 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