{"id":2029,"date":"2019-11-21T17:07:38","date_gmt":"2019-11-21T16:07:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oewg.org\/?p=2029"},"modified":"2019-11-21T17:07:38","modified_gmt":"2019-11-21T16:07:38","slug":"wien-als-bruecke-zwischen-ost-und-west-praesident-alexander-lukaschenko-auf-staatsbesuch-in-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oewg.org\/?p=2029","title":{"rendered":"Wien als Br\u00fccke zwischen Ost und West:  Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko auf Staatsbesuch in \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Flaggen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2043\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Flaggen.jpg\" alt=\"\" width=\"643\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Flaggen.jpg 643w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Flaggen-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 643px) 100vw, 643px\" \/><\/a>Wien als Br\u00fccke zwischen Ost und West: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko auf Staatsbesuch in \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p>11.-12. November 2019, verfasst von Prof. Peter Bachmaier, \u00d6WG-Pr\u00e4sident<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warum gerade \u00d6sterreich?<\/strong><\/p>\n<p>Belarus und \u00d6sterreich blicken auf eine langj\u00e4hrige Zusammenarbeit und Partnerschaft zur\u00fcck. Das neutrale \u00d6sterreich geh\u00f6rte in den Zeiten des Kalten Krieges zu den wenigen westlichen Staaten, die mit den L\u00e4ndern jenseits des Eisernen Vorhanges besonders enge Beziehungen unterhielten, vor allem wirtschaftlich. \u00d6sterreichische Spezialisten und Fachkr\u00e4fte haben zum Beispiel in den 1980-er Jahren beim Bau einer der f\u00fchrenden Betriebe der belarussischen Stahlindustrie \u2013 des H\u00fcttenwerks in Schlobin \u2013 aktiv mitgewirkt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Belarus bleibt \u00d6sterreich mit seiner innovativen Wirtschaft, einem stark expandierenden Bankensektor, einer reichen und einer sich dynamisch entwickelnden Kultur nach wie vor ein sehr attraktiver Partner. \u00d6sterreich setzt sich nachhaltig f\u00fcr einen Dialog ein, um nach L\u00f6sungen f\u00fcr die Beseitigung von Widerspr\u00fcchen und der Beilegung von Konflikten zu suchen. Wien gilt als ein angesehener Ort f\u00fcr Verhandlungen und internationalen Austausch zu internationalen und regionalen Themen. Die Ans\u00e4tze, die \u00d6sterreich vertritt, stehen im Einklang mit jenen Positionen, die auch Belarus auf dem internationalen Parkett vertritt.<\/p>\n<p>In Bildung und Forschung gibt es immer mehr gemeinsame Projekte. Es werden langfristige Kooperationsvertr\u00e4ge geschlossen. Die Nationale Akademie der Wissenschaften von Belarus (NAN) und die \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaften planen ein Kooperationsabkommen. In \u00d6sterreich w\u00e4chst das Interesse an Belarus und seiner Kultur, Kunst, Sport und Tourismus. J\u00e4hrlich sind belarussische Ballettauff\u00fchrungen in Wien und Salzburg komplett ausverkauft.<\/p>\n<p>Jedes Jahr werden rund 200 belarussische Kinder aus den Tschernobyl-Regionen zur Erholung nach \u00d6sterreich eingeladen. Das verdanken wir engagierten \u00d6sterreichern wie Maria Hetzer, die das privat organisierte Projekt \u201eErholung f\u00fcr Kinder aus Belarus\u201c leitet und seit 25 Jahren unvergessliche Erholungsferien f\u00fcr kleine belarussische Staatsb\u00fcrger organisiert.<\/p>\n<p>Die Bewahrung der Erinnerung an die Opfer des Krieges und des NS-Terrors stellt ein weiteres wichtiges Thema der bilateralen Beziehungen dar. Die Erinnerung an die Gefallenen des Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieges ist heilig f\u00fcr das belarussische Volk. Diese Idee spiegelt sich auch in der staatlichen Politik wider.<\/p>\n<p>Der belarussische Ort Maly Trostenez nimmt in diesem Kontext eine besondere Rolle ein. Die belarussische Initiative f\u00fcr die Entstehung einer w\u00fcrdigen Gedenkst\u00e4tte zur Erinnerung an alle Opfer des Krieges unabh\u00e4ngig von Nationalit\u00e4t oder Religion wurde in \u00d6sterreich mit Dankbarkeit aufgenommen. Die Regierung von Sebastian Kurz \u00e4u\u00dferte den Wunsch, auf dem Territorium der ehemaligen NS-Vernichtungsst\u00e4tte Maly Trostenez ein nationales Denkmal f\u00fcr die dort ermordeten \u00f6sterreichischen Juden zu errichten, was bei der belarussischen Staatsf\u00fchrung Verst\u00e4ndnis und Unterst\u00fctzung fand. Die Reisen des Bundespr\u00e4sidenten Alexander van der Bellen zum Erinnerungsort Maly Trostenez im Juni 2018 und des Bundeskanzlers Sebastian Kurz im M\u00e4rz 2019 stellen eine entscheidende Wende in den Beziehungen unserer L\u00e4nder dar.<\/p>\n<p>Wien, so sagte Pr\u00e4sident Lukaschenko einmal, kann f\u00fcr Belarus zu einem Fenster nach Europa werden. Es kann auch f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union zum Vorbild werden, wie Misstrauen und Vorurteile \u00fcberwunden und wie eine konstruktive Zusammenarbeit mit Belarus aufgebaut werden kann.<\/p>\n<p><em>Interview mit der Botschafterin der Republik Belarus in \u00d6sterreich, Dr. Alena Kupchyna (BelTa, 11. 11. 2019)<\/em><\/p>\n<p>Im Vorfeld des Staatsbesuches gaben auch \u00d6WG-Pr\u00e4sident Prof. Peter Bachmaier und \u00d6WG-Vizepr\u00e4sident David Stockinger dem belarussischen Reporter Ruslan Paddubski vom staatlichen Fernsehsender ONT, sowie dem Minsker Stadtfernsehen CTV ausf\u00fchrliche Interviews zu verschiedenen Fragen der \u00f6sterreichisch-belarussischen Beziehungen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig besuchte auf Einladung der \u00f6sterreichischen Botschaft in Minsk und des Internationalen Instituts f\u00fcr den Frieden (IIP) eine Delegation des Belarussischen Republikanischen Jugendverbandes (BRSM), bestehend aus dem internationalen Sekret\u00e4r des Zentralkomitees, Pavel Groshevik, \u00a0dem 2. Sekret\u00e4r Oleg Dikun, dem Politologen und Publizisten Alexander Shpakovski, dem Direktor des Zentrums f\u00fcr Au\u00dfenpolitik und Sicherheit, Denis Bukonkin, \u00a0und der stellvertretenden Vorsitzenden der Vereinigung \u201e\u00d6kologische Initiative\u201c, Olga Volkova, am 4. und 5. November Wien, wo sie auch mit der \u00d6WG zusammentraf.<\/p>\n<p>Die belarussische Delegation nahm am 4.11.2019 zusammen mit dem Politologen Artjom Schrajbman im IIP an einer Podiumsdiskussion zum Thema \u201cNeutrality &#8211; Belarus at a crossroads\u201d teil. Am 5.11.2019 nahm die Delegation an einem runden Tisch und mehreren Workshops zu verschiedenen Themen mit Vertretern der \u00f6sterreichischen Jugend und Studenten teil, wo Alexander Shpakovski und\u00a0Denis Bukonkin sprachen. Die \u00d6WG beteiligte sich an den Diskussionen und lud die belarussischen Freunde zu einem Abendessen und einem Gespr\u00e4ch \u00fcber Zusammenarbeit ein. <em>(Eigenbericht)<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_2035\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/BRSM.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2035\" class=\"size-full wp-image-2035\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/BRSM.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/BRSM.jpg 640w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/BRSM-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2035\" class=\"wp-caption-text\">Die Delegation des BRSM mit Pavel Groshevik, Oleg Dikun, Denis Bukonkin, Olga Volkova sowie den Vertretern der \u00d6WG Peter Bachmaier, David Stockinger, Thomas L\u00f6sch und David Kainrath am 5. November 2019 in Wien. (Foto: \u00d6WG)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2033\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-TV.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2033\" class=\"size-full wp-image-2033\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-TV.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-TV.jpg 640w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-TV-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2033\" class=\"wp-caption-text\">\u00d6WG-Pr\u00e4sident Peter Bachmaier bei einem Interview am 7. November 2019 mit Ruslan Paddubski vom belarussischen Fernsehsender ONT (Foto: \u00d6WG)<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2042\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Stockinger-TV.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2042\" class=\"size-full wp-image-2042\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Stockinger-TV.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Stockinger-TV.jpg 640w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Stockinger-TV-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2042\" class=\"wp-caption-text\">\u00d6WG-Vizepr\u00e4sident David Stockinger am 7. November 2019 beim Interview mit dem Fernsehsender ONT (Foto: \u00d6WG)<\/p><\/div>\n<p><strong>Beginn des Staatsbesuchs: Kranzniederlegung am Denkmal der Roten Armee<\/strong><\/p>\n<p>Nach seiner Ankunft am Flughafen Wien legte Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko am Wiener Schwarzenbergplatz einen Blumenkranz am Denkmal der Roten Armee nieder. An der Zeremonie Zeremonie nahmen Mitglieder der offiziellen belarussischen Delegation, der Botschafter der Russischen F\u00f6deration, Dmitri Ljubinski, und weitere GUS-Botschafter in \u00d6sterreich teil. Die \u00d6sterreichisch-Wei\u00dfrussische Gesellschaft beteiligte sich daran mit 15 Personen.<\/p>\n<p>Der St\u00e4ndige Vertreter Russlands bei der OSZE, Alexander Lukaschewitsch, sagte im Gespr\u00e4ch mit der Presse, er halte es f\u00fcr einen symbolischen Akt, dass Alexander Lukaschenko seinen Besuch in Wien mit der Ehrung sowjetischer Soldaten begonnen habe. \u201eDas zeugt davon, welch hohen Respekt er vor diesem russischen Denkmal und vor allen Opfern hat. Wir danken dem Staatschef daf\u00fcr, dass er seinen offiziellen Besuch in \u00d6sterreich mit diesem Erinnerungsakt beginnt. F\u00fcr Russland und Belarus, die bei den K\u00e4mpfen um Wien sehr viele Menschen verloren haben, ist das eine Zeremonie von hohem Gedenkwert.\u201c Das Denkmal der Roten Armee wurde 1945 zur Erinnerung an rund 17.000 bei der Schlacht um Wien gefallene Soldaten der Roten Armee errichtet und am 19. August 1945 in Anwesenheit von Bundeskanzler Leopold Figl eingeweiht.<\/p>\n<div id=\"attachment_2038\" style=\"width: 1260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Denkmal.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2038\" class=\"size-full wp-image-2038\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Denkmal.jpg\" alt=\"\" width=\"1250\" height=\"830\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Denkmal.jpg 1250w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Denkmal-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Denkmal-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Denkmal-1024x680.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1250px) 100vw, 1250px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2038\" class=\"wp-caption-text\">Der Pr\u00e4sident der Republik Belarus, Alexander Lukaschenko, legte in Begleitung einer Ehrenwache des Gardebataillons nach seiner Ankunft am 11. November 2019 am Denkmal der Roten Armee einen Kranz zum Gedenken an die Gefallenen nieder.<br \/>Foto: memory-austria.at<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2041\" style=\"width: 1397px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/\u00d6WG-Denkmal.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2041\" class=\"size-full wp-image-2041\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/\u00d6WG-Denkmal.jpg\" alt=\"\" width=\"1387\" height=\"1039\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/\u00d6WG-Denkmal.jpg 1387w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/\u00d6WG-Denkmal-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/\u00d6WG-Denkmal-768x575.jpg 768w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/\u00d6WG-Denkmal-1024x767.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1387px) 100vw, 1387px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2041\" class=\"wp-caption-text\">Die Delegation der \u00d6WG mit der \u00f6sterreichischen Botschafterin in Belarus, Mag. Aloisia W\u00f6rgetter, am Denkmal der Roten Armee, 11. November 2019 (Foto: \u00d6WG)<\/p><\/div>\n<p><strong>\u00d6sterreichisch-Belarussische Gespr\u00e4che in der Hofburg<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko weilte am 11. und 12. November 2019 zu einem Staatsbesuch in \u00d6sterreich. Es war der erste offizielle Staatsbesuch Lukaschenkos in einem EU-Land. Warum gerade Wien als Zugangstor gew\u00e4hlt wurde, erkl\u00e4rt Lukaschenko so: \u201e\u00d6sterreich hat immer sehr pragmatische Beziehungen mit allen \u00f6stlichen Nachbarn gepflegt, auch gegen\u00fcber Belarus.\u201c \u00d6sterreich habe sich etwa immer f\u00fcr die Aufhebung der EU-Sanktionen ausgesprochen. \u00d6sterreich ist au\u00dferdem der zweitgr\u00f6\u00dfte Investor in Belarus nach Russland.<\/p>\n<p>Wei\u00dfrussland sei derzeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, erkl\u00e4rte der Wirtschaftsforscher Peter Havlik vom Wiener Institut f\u00fcr Internationale Wirtschaftsvergleiche im APA-Gespr\u00e4ch. \u201eBelarus ist sehr stark von der russischen Wirtschaft abh\u00e4ngig.\u201c Die russische Wirtschaft befinde sich aber seit 2014 in einer Phase der Beinahe-Stagnation wegen dem schlechten Investitionsklima und den EU-Sanktionen. Das wirke sich auch auf Wei\u00dfrussland aus.\u201c (Tiroler Tageszeitung, 12. 11. 2019)<\/p>\n<div id=\"attachment_2039\" style=\"width: 880px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Hofburg-Garde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2039\" class=\"size-full wp-image-2039\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Hofburg-Garde.jpg\" alt=\"\" width=\"870\" height=\"486\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Hofburg-Garde.jpg 870w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Hofburg-Garde-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Hofburg-Garde-768x429.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2039\" class=\"wp-caption-text\">Empfang des belarussischen Pr\u00e4sidenten durch den \u00f6sterreichischen Bundespr\u00e4sidenten im Burghof durch eine Abteilung des Gardebataillons<br \/>12. November 2019 (Foto: BelTa)<\/p><\/div>\n<p>An dem Gespr\u00e4ch in der Pr\u00e4sidentschaftskanzlei nahmen von belarussischer Seite au\u00dferdem Au\u00dfenminister Makej, Botschafterin Alena Kupchyna, erster Botschaftsrat Andrei Yaroshkin und eine Reihe von Ministern teil. Auf der \u00f6sterreichischen Seite nahmen Au\u00dfenminister Schallenberg und die \u00f6sterreichische Botschafterin in Belarus, Frau Mag. Aloisia W\u00f6rgetter, teil. Der \u00f6sterreichische Bundespr\u00e4sident und der belarussische Pr\u00e4sident f\u00fchrten zusammen mit ihren Delegationen ein ausf\u00fchrliches Gespr\u00e4ch in der Pr\u00e4sidentschaftskanzlei.<\/p>\n<p>Der belarussische Staatschef dankte Alexander van der Bellen nachher f\u00fcr den warmen Empfang in Wien und f\u00fcr ein offenes und sehr inhaltsreiches Gespr\u00e4ch. \u201e\u00d6sterreich ist unser wichtigster und zuverl\u00e4ssiger Partner im gemeinsamen Europa. Wir legen einen gro\u00dfen Wert darauf, dass die Zusammenarbeit unserer L\u00e4nder zugunsten eines beiderseitigen Nutzens fortgesetzt wird.\u201c<\/p>\n<p>Gespr\u00e4chsthemen bei dem Arbeitsgespr\u00e4ch waren bilaterale Investitionen, Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und humanit\u00e4re Zusammenarbeit sowie politische Fragen: die weltpolitische Lage und die Situation in der Region, der EU-Belarus-Dialog, die Kooperation im Rahmen der \u00d6stlichen Partnerschaft und umweltpolitische Aspekte.<\/p>\n<div id=\"attachment_2037\" style=\"width: 880px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Delegationen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2037\" class=\"size-full wp-image-2037\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Delegationen.jpg\" alt=\"\" width=\"870\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Delegationen.jpg 870w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Delegationen-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Delegationen-768x530.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2037\" class=\"wp-caption-text\">Bundespr\u00e4sident Alexander Van der Bellen und Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko mit ihren Delegationen in der Pr\u00e4sidentschaftskanzlei, 12. November 2019<br \/>(Foto: BelTa)<\/p><\/div>\n<p>Bei der Pressekonferenz nach den Verhandlungen teilte Pr\u00e4sident Lukaschenko mit, dass es bei neuen Vorhaben mit \u00f6sterreichischen Investoren um Summen in der H\u00f6he von \u00fcber 1 Milliarde USD gehe.<\/p>\n<p>Alexander Lukaschenko sprach einen gro\u00dfen Dank allen \u00d6sterreichern aus, die nun seit 25 Jahren in Tschernobyl-Initiativen t\u00e4tig seien und jedes Jahr Hunderte Kinder aus Belarus zu unvergesslichen Erholungsferien einladen w\u00fcrden. \u201eDiese Arbeit ist ein gro\u00dfer und wichtiger Baustein der belarussisch-\u00f6sterreichischen Freundschaft\u201c, betonte der Staatschef.<\/p>\n<p>Zum Schluss res\u00fcmierte Alexander Lukaschenko, dass Belarus ein aufrichtiges Interesse an einer mehrschichtigen Zusammenarbeit mit \u00d6sterreich habe. \u201eSie werden es nie bereuen, nach Belarus gekommen zu sein und unser Land kennengelernt zu haben. Belarus liegt im Zentrum Europas und strebt mit allen Staaten freundschaftliche, friedliche und vorteilhafte Beziehungen an. Nicht nur mit direkten Nachbarn, sondern mit bew\u00e4hrten und langj\u00e4hrigen Freunden wie \u00d6sterreich\u201c, sagte Alexander Lukaschenko.<\/p>\n<div id=\"attachment_2040\" style=\"width: 653px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-VdB.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2040\" class=\"size-full wp-image-2040\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-VdB.jpg\" alt=\"\" width=\"643\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-VdB.jpg 643w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-VdB-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 643px) 100vw, 643px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2040\" class=\"wp-caption-text\">Alexander Lukaschenko und Alexander Van der Bellen in der Pr\u00e4sidentschaftskanzlei,<br \/>12. 11. 2019<br \/>(Foto: BelTa)<\/p><\/div>\n<p>\u201eBelarus ist ein absolut offenes Land. Ich kann versichern, dass es offener als \u00d6sterreich ist. B\u00fcrger aus etwa 90 Staaten d\u00fcrfen in das Ihrer Meinung nach autorit\u00e4re Land visafrei einreisen. Wir sind absolut offen f\u00fcr alle\u201c, so der Staatschef.<\/p>\n<p>\u201eIch sagte dem Bundespr\u00e4sidenten: Ja, wir sind noch nicht so reich. Aber Sie wissen, dass Reichtum nicht nur materiell, sondern vor allem geistig ist. Im letzten Krieg wurde unser Land vom Antlitz der Erde getilgt. Und wenn wir diese autorit\u00e4re Macht, wie Sie sagten, nicht mobilisiert und aufgebaut h\u00e4tten, h\u00e4tten wir heute kein souver\u00e4nes und unabh\u00e4ngiges Belarus\u201c, so der Staatschef. Und Sie haben seinerzeit (so \u201edemokratisch\u201c) Europa f\u00fcr uns geschlossen. Und um zu \u00fcberleben, haben wir verschiedene Methoden angewandt. Aber niemand kann sagen, dass sie nicht demokratisch waren, dass sie zum Nachteil unseres Volkes waren\u201c.<\/p>\n<p>Der wei\u00dfrussische Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko verteidigte in Wien seien autorit\u00e4ren Stil. Auf eine Journalistenfrage nach dem \u201eautorit\u00e4ren Stil\u201c antwortete er: \u201eSie haben v\u00f6llig recht. Unsere Staatsf\u00fchrung ist unterschiedlich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWenn Sie mich fragen, was besser ist? Wir w\u00fcrden kein gemeinsames Verst\u00e4ndnis finden\u201c, erkl\u00e4rte Lukaschenko. In einer langen Antwort lobte er die Errungenschaften seines Landes. \u201eBevor Sie Bewertungen abgeben, fahren Sie lieber nach Belarus. Wir sind ein offenes Land.\u201c<\/p>\n<p>In Bezug auf die Menschenrechte fragte er: \u201eWas stimmt damit nicht?\u201c Er zeichnete ein Bild, wonach in seinem Land diesbez\u00fcglich vieles besser als etwa in \u00d6sterreich sei. Es gebe in Belarus ein \u201eRecht auf Leben\u201c und ein \u201eRecht auf Arbeit\u201c, also die Garantie, dass jeder B\u00fcrger arbeiten kann &#8211; auch im Ausland. Zudem erw\u00e4hnte er das \u201eRecht auf Bildung\u201c, die in seinem Land kostenlos sei. \u201eIn \u00d6sterreich auch?\u201c Jeder Wei\u00dfrusse habe mittlere Schulbildung und mehr als die H\u00e4lfte erhielten kostenlosen Hochschulausbildung. \u201eWir haben auch ein kostenloses Gesundheitssystem. Nennen Sie mir nur ein einziges Land in der Europ\u00e4ischen Union, das auf derartige Errungenschaften stolz sein kann\u201c, so Lukaschenko. Auch bei den Massenmedien gebe es heute keine Einschr\u00e4nkungen mehr.<\/p>\n<p>Angesprochen auf die Todesstrafe verwies Lukaschenko auf das Referendum von 1996, mit dem diese Strafma\u00dfnahme eingef\u00fchrt wurde. Laut Verfassung sei eine Abschaffung deswegen nur mit einem Referendum m\u00f6glich. \u201eDie EU fordert von uns die Abschaffung und dies ist uns nicht gleichg\u00fcltig.\u201c H\u00e4ufig w\u00fcrden aber Meinungsumfragen gemacht und an der Stimmung der Bev\u00f6lkerung habe sich nichts ge\u00e4ndert, daher lohne sich ein Referendum nicht. Das sei eben Demokratie.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des Mittagessen, das Bundespr\u00e4sident Alexander Van der Bellen nachher f\u00fcr Pr\u00e4sident Lukaschenko gab, \u00fcberreichte \u00d6WG-Pr\u00e4sident Peter Bachmaier eine Informationsbrosch\u00fcre der \u00d6WG auf Russisch. Bachmaier erkl\u00e4rte dem Pr\u00e4sidenten: Wir unterst\u00fctzen die Souver\u00e4nit\u00e4t von Belarus und den sozialen Volksstaat!<\/p>\n<p>\u00d6WG-Mitglied Maria Hetzer, die seit 25 Jahren die Aktion \u201eErholung f\u00fcr Kinder aus Belarus\u201c leitet, wurde von Pr\u00e4sident Lukaschenko herzlich begr\u00fc\u00dft. Der Pr\u00e4sident bedankte sich f\u00fcr diese gro\u00dfartige humanit\u00e4re Aktion, die ihm seit langem bekannt sei.<\/p>\n<p>Auf dem Programm standen auch ein Gespr\u00e4ch mit Nationalratspr\u00e4sident Wolfgang Sobotka sowie ein \u00f6sterreichisch-belarussisches Wirtschaftsforum in der Wirtschaftskammer \u00d6sterreichs. Am Abend des 12. November traf sich Alexander Lukaschenko bei einem Arbeitsabendessen mit dem Chef der \u00d6VP und Abgeordneten des Nationalrates Sebastian Kurz.<\/p>\n<div id=\"attachment_2036\" style=\"width: 964px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Bachmaier.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2036\" class=\"size-full wp-image-2036\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Bachmaier.jpg\" alt=\"\" width=\"954\" height=\"1275\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Bachmaier.jpg 954w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Bachmaier-224x300.jpg 224w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Bachmaier-768x1026.jpg 768w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Lukaschenko-Bachmaier-766x1024.jpg 766w\" sizes=\"auto, (max-width: 954px) 100vw, 954px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2036\" class=\"wp-caption-text\">Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko begr\u00fc\u00dft \u00d6WG-Pr\u00e4sident Peter Bachmaier, der ihm eine Informationsbrosch\u00fcre \u00fcber die T\u00e4tigkeit der \u00d6WG auf Russisch \u00fcberreichte. (Foto: \u00d6WG)<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2024\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/IMG-20191113-WA0020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2024\" class=\"size-full wp-image-2024\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/IMG-20191113-WA0020.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/IMG-20191113-WA0020.jpg 480w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/IMG-20191113-WA0020-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2024\" class=\"wp-caption-text\">Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko in der Hofburg mit Maria Hetzer, Leiterin der Aktion \u201eErholung f\u00fcr Kinder aus Belarus\u201c in Anwesenheit des Bundespr\u00e4sidenten Alexander Van der Bellen am 12. November 2019 in der Hofburg. (Foto: \u00d6WG)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die \u00f6sterreichisch-belarussischen Wirtschaftsbeziehungen<\/strong><\/p>\n<p>Der belarussische Wirtschaftsminister Dmitri Krutoi bezeichnete den offiziellen Besuch des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko in \u00d6sterreich eine \u201eVisite mit historischer Tragweite.\u201c Im Verlauf der politischen Gespr\u00e4che und des Wirtschaftsforums \u00d6sterreich \u2013 Belarus wurden wichtige Vereinbarungen getroffen. \u201eJetzt m\u00fcssen wir alles daf\u00fcr tun, um den bilateralen Handel zu verdreifachen und das Investitionsvolumen zu verdoppeln.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_2034\" style=\"width: 1276px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-W\u00f6rgetter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2034\" class=\"size-full wp-image-2034\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-W\u00f6rgetter.jpg\" alt=\"\" width=\"1266\" height=\"948\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-W\u00f6rgetter.jpg 1266w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-W\u00f6rgetter-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-W\u00f6rgetter-768x575.jpg 768w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Bachmaier-W\u00f6rgetter-1024x767.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1266px) 100vw, 1266px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2034\" class=\"wp-caption-text\">Botschafterin Aloisia W\u00f6rgetter mit Primaballerina Irina Tsymbal, Peter Bachmaier und Maria Hetzer in der Hofburg am 12. November 2019 (Foto: \u00d6WG)<\/p><\/div>\n<p>Ende 2018 betrug der Handelsumsatz zwischen Belarus und \u00d6sterreich 171,4 Mio. USD, der Export 28,4 Mio. USD, der Import 143 Mio. USD und im Januar-September dieses Jahres 131,5 Mio. USD (109,2% gegen\u00fcber dem Vorjahresniveau). Der Export von Dienstleistungen nach \u00d6sterreich (78% im Transportbereich) betrug im Vorjahr $116,1 Mio. und stieg im Zeitraum Januar-August 2019 um mehr als 20% gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum. \u00d6sterreich z\u00e4hlt kontinuierlich zu den gr\u00f6\u00dften Investoren in Belarus. Im Jahr 2018 wurden 296,7 Mio. USD an Investitionen eingeworben, das Wachstum in diesem Segment ist auch im laufenden Jahr zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Das \u00f6sterreichisch-belarussische Wirtschaftsforum in der Wirtschaftskammer \u00d6sterreichs am 12. November stie\u00df auf ein gro\u00dfes Interesse bei den \u00f6sterreichischen Partnern. Zum Forum hatten sich \u00fcber 200 \u00f6sterreichische und rund 40 belarussische Unternehmen angemeldet.<\/p>\n<p>Auf dem Wirtschaftsforum \u00d6sterreich-Belarus in der \u00d6sterreichischen Wirtschaftskammer (WKO) sprach Lukaschenko \u00fcber die\u00a0 Grundprinzipen der Zusammenarbeit mit Belarus:<\/p>\n<p>\u201eWer ehrlich, offen und transparent seine Gesch\u00e4fte in Belarus macht, wird niemals unseren Beamten kofferweise Schmiergeld anzubieten brauchen. Wer das wagt, wird sofort hinter schwedische Gardinen kommen. Deshalb warne ich alle: In Belarus dulden wir keine Bestechung und keine Korruption.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der bilaterale Handel wird einerseits durch die Unterzeichnung von sieben neuen Handelsabkommen ausgebaut, dar\u00fcber hinaus wurden viele neue Themen und Kooperationsfelder er\u00f6rtert. \u201eWir sprechen \u00fcber strategische Priorit\u00e4ten, die unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit weitgehend bestimmen. Das sind Logistik, gr\u00fcne Wirtschaft, Holzindustrie, IT\u201c, erkl\u00e4rte der Vorsitzende der Industrie- und Handelskammer von Belarus, Wladimir Ulachowitsch. (BelTa 13. November 2019)<\/p>\n<p>In den letzten zwei Jahren stieg der bilaterale Handel um fast 20 Prozent an. In den 9 Monaten des laufenden Jahres legte er um weitere 10 Prozent zu. Eine positive Dynamik ist bei den \u00f6sterreichischen Investitionen in Belarus zu beobachten. Im Vorjahr belief sich das Investitionsvolumen auf $300 Millionen, in den 6 Monaten dieses Jahres legten die \u00f6sterreichischen Investoren fast 200 Millionen USD in Belarus an. Der Dienstleistungshandel hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt und ist im Jahr 2018 auf \u00a0185,3 Millionen US$ gestiegen.<\/p>\n<p>In einigen Bereichen wie Maschinenbau, \u00d6lchemie, Logistik, Erneuerbare Energien und Umweltschutz haben wir bereits zukunftsweisende Projekte angefangen. Das gegenseitige Potential in der IKT-Branche f\u00fchrt uns zu einer ernsthaften Zusammenarbeit heran. Wir begr\u00fc\u00dfen das wachsende Interesse \u00f6sterreichischer Unternehmen f\u00fcr den belarussischen Hochtechnologiepark und freuen uns dar\u00fcber, dass es im High-Tech-Park eine immer st\u00e4rkere Pr\u00e4senz der \u00f6sterreichischen Partner festzustellen ist.<\/p>\n<p>Zwischen dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u00d6sterreichischen Energieagentur, Peter Traupmann, und dem Minister f\u00fcr Naturressourcen und Umweltschutz von Belarus, Andrej Chudyk, wurde eine Vereinbarung \u00fcber gemeinsame Projekte \u00fcber erneuerbare Energien erzielt. Andrej Chudyk unterstrich den Beitrag der \u00f6sterreichischen Seite zum Projekt \u00fcber die Entwicklung der Windenergie in Belarus. (BelTa, 14. 11. 2019)<\/p>\n<p>Im Anschluss wurden wichtige Vertr\u00e4ge unterzeichnet, von denen man einen bilateralen Handelsumsatz in H\u00f6he von \u00fcber 200 Millionen USD erwarten kann. Es wurde eine gemeinsame Deklaration zur St\u00e4rkung der Zusammenarbeit im Bereich Fernmeldewesen, Informations- und Kommunikationstechnologien und des 5G-Breitbandnetzes sowie ein Kooperationsabkommen zwischen der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus (NAN) und der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW) unterzeichnet.<\/p>\n<p>(APA, 12. 11. 2019, BelTA, 12. und 13.11.2019)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wien als Br\u00fccke zwischen Ost und West: Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko auf Staatsbesuch in \u00d6sterreich 11.-12. November 2019, verfasst von Prof. Peter Bachmaier, \u00d6WG-Pr\u00e4sident &nbsp; Warum gerade \u00d6sterreich? Belarus und \u00d6sterreich blicken auf eine langj\u00e4hrige Zusammenarbeit und Partnerschaft zur\u00fcck. 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