{"id":2101,"date":"2020-04-22T08:00:38","date_gmt":"2020-04-22T07:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oewg.org\/?p=2101"},"modified":"2020-04-22T08:00:38","modified_gmt":"2020-04-22T07:00:38","slug":"das-osterfest-in-belarus-in-zeiten-der-coronapandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oewg.org\/?p=2101","title":{"rendered":"Das Osterfest in Belarus in Zeiten der Coronapandemie"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 19. M\u00e4rz erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko zum Coronavirus: \u201eTrotz Kritik nenne ich dieses Virus eine Psychose, die jemandem in die H\u00e4nde spielt und einigen schadet. Ich bin \u00fcberzeugt, dass wir mehr an Panik als an diesem Virus leiden k\u00f6nnen.\u201c Die belarussische Regierung beschloss Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Bev\u00f6lkerung vor der Pandemie, aber gleichzeitig wurde das normale Leben der Gesellschaft aufrechterhalten. Die Betriebe arbeiten weiter, wie auch die Kinderg\u00e4rten, Schulen und Universit\u00e4ten. Nach wie vor werden Fussball- und Eishockeyspiele vor gro\u00dfem Publikum ausgetragen. Am 2. April 2020 erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident Lukaschenko dazu: \u201eDie globalen Spieler k\u00f6nnten die durch den Coronaausbruch verursachte Weltkrise zu eigenen Zwecken nutzen. Es scheint, als ob die M\u00e4chtigen durch diese Psychose die Welt neu verteilen wollen\u2026Warum bestehe ich darauf, dass die Produktion funktioniert? Denn ich stelle mir vor, was mit uns nach dieser Pandemie geschehen wird, wenn wir die Produktion wie viele andere einstellen.\u201c (BelTA, 2. April 2020)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorsitzende des Rates der Republik Natalja Kotschanowa erkl\u00e4rte w\u00e4hrend eines Gespr\u00e4chs in Form einer Videokonferenz mit der st\u00e4ndigen Koordinatorin der UNO in Belarus Joanna Kazana-Wisniowiecka: \u201eMan muss zurzeit \u00fcber die Folgen der Pandemie nachdenken. Ich bin sicher, dass die Epidemie vorbei ist und wir sie \u00fcberwinden. Wir m\u00fcssen uns aber \u00fcber die Folgen f\u00fcr die Wirtschaft in unseren Staaten im Klaren sein.\u201c Die Experten der Weltgesundheitsorganisation besuchten k\u00fcrzlich Belarus. Am 14. April stellten sie 440 Coronaf\u00e4lle in Belarus fest und billigten die im Land ergriffenen Ma\u00dfnahmen gegen das Virus. (www.merkur.de<\/p>\n\n\n\n<p>In diesen schwierigen Zeiten hat auch der Belarussische Jugendverband (BRSM) den sozialen Diensten seine Hilfe angeboten. Seit dem 20. M\u00e4rz funktionieren Jugendhotlines in den territorialen Aussch\u00fcssen. Alle Rentner werden angerufen und gefragt, ob und welche Hilfe sie ben\u00f6tigen. Volont\u00e4re aus der Freiwilligenbewegung \u201eGutes Herz\u201c arbeiten mit sozialen Diensten zusammen und liefern den Bed\u00fcrftigen Produkte und Medikamente frei Haus. In der Hauptstadt informieren die Volont\u00e4re des BRSM die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Krankheit und ihre Folgen. \u00dcberall an Eingangst\u00fcren h\u00e4ngen Info-Bl\u00e4tter mit wichtigen Informationen und Rufnummern.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 12. April 2020 wurde das Osterfest in den katholischen und am 19. April in den orthodoxen Kirchen, die alle ge\u00f6ffnet waren, auf traditionelle Weise gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko besuchte eine Kirche auf dem Land, das Kloster Mari\u00e4 Verk\u00fcndigung in Malye Ljady im Kreis Smolewitschi in Begleitung seines Sohnes Nikolaj. Er wurde vom Abt des Klosters, den M\u00f6nchen, dem Kreisvorsitzenden und zahlreichen Gl\u00e4ubigen begr\u00fc\u00dft. In seiner Ansprache in der Kirche sagte der Pr\u00e4sident im Hinblick auf die Coronakrise, dass er den Menschen von Belarus nicht verbieten wolle, zum \u201ehellsten Fest des Jahres\u201c die Kirche zu besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf die richtige Taktik zur Bek\u00e4mpfung der Epidemie sagte der Pr\u00e4sident: \u201eIch sehe im Moment nicht, dass wir irgendwelche Fehler begangen haben. Sogar die Menschen, die an diesem Prozess nicht teilnehmen, sehen, dass die Belarussen einen richtigen Weg eingeschlagen haben. Ich gehe davon aus, dass sie selbst ihr Leben in den H\u00e4nden halten und viel besser dar\u00fcber Herr sein werden\u201c, sagte Alexander Lukaschenko. Er sei sich sicher, dass die Belarussen diesen Weg mit W\u00fcrde gehen werden. \u201eDie Auferstehung Christi ist ein Zeugnis des Sieges des Guten \u00fcber das B\u00f6se, ein Vorbild der Selbstaufopferung\u2026Auch heute bildet die orthodoxe Tradition die moralische Grundlage des belarussischen Volkes, das immer bereit ist, den Bed\u00fcrftigen unabh\u00e4ngig von Religion und Nationalit\u00e4t den R\u00fccken zu st\u00e4rken. Denn der wahre Glaube ist ohne gute Taten unm\u00f6glich\u201c, sagte der Staatschef. \u201eAlles h\u00e4ngt von uns ab. Wenn wir hier an einem Strang ziehen, wird alles gut werden\u201c, res\u00fcmierte der Staatschef. Er w\u00fcnschte den orthodoxen Bruderv\u00f6lkern, den Russen und Ukrainern, aber auch den Nachbarv\u00f6lkern, den Polen, Litauern und Letten, sowie den europ\u00e4ischen V\u00f6lkern, den Amerikanern und Chinesen ein frohes Osterfest und schloss mit dem traditionellen orthodoxen Ostergruss \u201eChristos voskrese!\u201c (BelTA, 19.4.2020)<\/p>\n\n\n\n<p>P. B.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"962\" height=\"485\" src=\"http:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Kirche.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2102\" srcset=\"https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Kirche.png 962w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Kirche-300x151.png 300w, https:\/\/www.oewg.org\/wp-content\/uploads\/Kirche-768x387.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 962px) 100vw, 962px\" \/><figcaption><br>Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko mit seinem Sohn Nikolaj und dem Abt des Klosters Mari\u00e4 Verk\u00fcndigung im Kreis Smolewitschi bei seinem Besuch zum orthodoxen Osterfest am 19. April 2020 (BelTA)<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19. M\u00e4rz erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko zum Coronavirus: \u201eTrotz Kritik nenne ich dieses Virus eine Psychose, die jemandem in die H\u00e4nde spielt und einigen schadet. 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