{"id":2129,"date":"2020-05-13T13:16:14","date_gmt":"2020-05-13T12:16:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oewg.org\/?p=2129"},"modified":"2020-05-13T13:16:14","modified_gmt":"2020-05-13T12:16:14","slug":"covid-19-in-belarus-fakten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oewg.org\/?p=2129","title":{"rendered":"Covid 19 in Belarus &#8211; Fakten"},"content":{"rendered":"\n<p>Interview mit dem Gesandten der Republik Belarus in \u00d6sterreich, Herrn Mag. Andrei Lozovik, \u00fcber den Coronavirus, 6.Mai 2020<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausbreitung des Coronavirus wurde durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Pandemie eingestuft. Dies bedeutet, dass das neue Virus eine Gefahr f\u00fcr die Sicherheit der ganzen Menschheit darstellt. Ihre \u00dcberwindung h\u00e4ngt von jedem Menschen, jedem Land und jeder internationalen Organisation ab. Unser Land ist sehr offen und in den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Austausch involviert. Aus diesem Grunde war die Erscheinung der Infektion in Belarus nur eine Frage der Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die belarussischen Beh\u00f6rden haben die Entwicklung der epidemiologischen Situation im Ausland aufmerksam beobachtet. Die belarussischen Botschaften haben sich am Monitoring ebenfalls beteiligt. Die ausl\u00e4ndischen Erfahrungen wurden analysiert und ausgewertet, es wurden pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen getroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei bemerkt, dass der Bereitschaftsgrad des Gesundheitssystems unseres Landes hinsichtlich der Epidemie ziemlich hoch war. Zum Gl\u00fcck ist es Belarus gelungen, nicht nur das positive Erbe der Sowjetzeit zu erhalten, sondern auch eine sukzessive Modernisierung durchzuf\u00fchren und die Materialbasis zu st\u00e4rken. Nach Angaben der WHO verf\u00fcgt Belarus \u00fcber 1083 Krankenhausbetten pro 100.000 Einwohner. Nach dieser Kennzahl \u00fcbertreffen wir deutlich fast alle europ\u00e4ischen Staaten ausgenommen eventuell Monaco. In \u00d6sterreich entfallen auf 100 000 Einwohner 761 Krankenhausbetten. Nicht schlecht steht Belarus auch in puncto \u00c4rztezahl pro 10.000 Einwohner da. In dieser Hinsicht ist \u00d6sterreich, wo dieser Kennwert 62 \u00c4rzte betr\u00e4gt, uns etwas \u00fcberlegen. Unsere Zahl (52 \u00c4rzte) \u00fcbertrifft aber beispielsweise die schweizerische Kennzahl (43).<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste COVID-19-Fall wurde in Belarus am 29. Februar registriert. Von Anfang an wurden in Belarus umfassende Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Ausbreitung der Infektion in drei Richtungen unternommen \u2013 epidemiologische Forschung, Lokalisierung von Corona-Hotspots, medizinische Reaktion und Distanzierungsma\u00dfnahmen. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit wurde das System der Corona-Tests in Gang gesetzt. Neben den ausl\u00e4ndischen Verfahren werden dabei auch einheimische Tests verwendet. Ihre Produktion wurde sechs Tage nach der Ver\u00f6ffentlichung der Struktur des neuen Virus durch die WHO aufgenommen. Zur Best\u00e4tigung der Effizienz der belarussischen Tests wurden die Ergebnisse ins WHO-Labor gebracht. Zum jetzigen Zeitpunkt werden in Belarus t\u00e4glich ca. 8.500-9.000 COVID-19-Tests gemacht. Nach dieser Zahl liegt Belarus in unserer Region an der zweiten Stelle hinter Russland und nimmt weltweit den 37. Platz ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist die epidemiologische Situation in Belarus unter Kontrolle. Seit Beginn der Epidemie wurden <strong>23.906<\/strong> Infektionsf\u00e4lle registriert. Die Krankheit verl\u00e4uft bei den meisten infizierten Menschen in einer leichten Form. Wir trauern um den Tod von <strong>135<\/strong> Menschen, bei denen COVID-19 festgestellt wurde. Dank unseren Medizinern ist diese Kennzahl jedoch niedriger als in anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen verdient die Arbeit belarussischer \u00c4rzte h\u00f6chste Wertsch\u00e4tzung. Die Regierung unseres Landes unternimmt alles M\u00f6gliche, um sie zu sch\u00fctzen und zu unterst\u00fctzen. Die Versorgung von Krankenh\u00e4usern mit Atemschutzmasken und Schutzanz\u00fcgen f\u00fcr das Personal wurde rasch aufgestockt. Der Gro\u00dfteil der ben\u00f6tigten Schutzmittel wird dabei durch einheimische Unternehmen produziert. Pr\u00e4sident Lukaschenko hat die Geh\u00e4lter der bei der Bek\u00e4mpfung von COVID-19 eingesetzten Mediziner wesentlich erh\u00f6ht. Nicht unbeteiligt blieben auch belarussische Unternehmen und einfache B\u00fcrger. Durch private Spenden wurden zus\u00e4tzliche Schutzmittel erworben und Mahlzeiten f\u00fcr medizinische Mitarbeiter organisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bereitschaft von Belarus zur Eind\u00e4mmung der Epidemie wurde durch die Experten der WHO-Mission, die bei uns vom 8. bis zum 11. April auf Einladung des Pr\u00e4sidenten arbeitete, positiv bewertet. Nicht viele L\u00e4nder haben die Experten der obersten medizinischen Organisation der Welt zur Einsch\u00e4tzung der Situation in dieser alles andere als einfachen Zeit zu sich eingeladen. Nach dem Besuch unterbreitete die Mission Empfehlungen, die von den belarussischen Beh\u00f6rden aufmerksam gepr\u00fcft und ber\u00fccksichtigt wurden. Bei der Ausarbeitung der Herangehensweisen im Kampf gegen COVID-19 ging die Regierung unseres Landes von einer komplexen Analyse aller Faktoren aus, auch von den potentiell katastrophalen Folgen der unternommenen Schritte f\u00fcr die Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Eind\u00e4mmung der Ausbreitung von COVID-19 wurden auch Ma\u00dfnahmen der sozialen Distanzierung getroffen. Das System der Selbstisolierung infizierter Personen und ihrer Kontakte wurde eingef\u00fchrt und erfolgreich umgesetzt. In Betrieben, Organisationen und \u00f6ffentlichen Einrichtungen wurden prophylaktische Ma\u00dfnahmen, inklusive der Desinfektion, getroffen. Besonders wichtig ist, dass belarussische B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen, die sich der Gefahr des neuen Virus bewusst und \u00fcber die Empfehlungen bez\u00fcglich der Krankheitsvorbeugung informiert sind, selbst\u00e4ndige Schritte unternehmen, um die Ansteckung zu vermeiden und ihre N\u00e4chsten, besonders aus der Risikogruppe, nicht dieser Gefahr auszusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern haben wir in Belarus das Problem, das sich aus der durch die WHO verk\u00fcndeten Pandemie ergibt, nicht weniger ernst als unsere Freunde und Partner in anderen L\u00e4ndern genommen. Jedes Land erarbeitet seine L\u00f6sungen und Reaktionsformen, um seine Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen und zur \u00dcberwindung der vor der Menschheit stehenden Herausforderung beizutragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit dem Gesandten der Republik Belarus in \u00d6sterreich, Herrn Mag. 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