Jubiläum- 100 Jahre belarussische Diplomatie

Im Jahr 1919 wurde das Kommissariat für außenpolitische Angelegenheiten der Belarussischen Sozialistischen Sowjetrepublik gegründet. Das ist die Geburtsstunde der modernen belarussischen Diplomatie.

Dazu empfehlen wir den interessanten Artikel des belarussischen Außenministeriums: http://mfa.gov.by/en/ministry/100years/eng/

Zur Bedeutung und der Rolle der Außenpolitik für das heutige Belarus äußerste sich anlässlich des Jubiläums der belarussische Außenminister Makej:

Belarus wird multilaterale Außenpolitik fortsetzen, ohne seine Souveränität aufs Spiel zu setzen

Belarus wird weiterhin seinen multilateralen außenpolitischen Kurs aufrechterhalten. Das erklärte Außenminister Wladimir Makej bei einem Festakt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des belarussischen diplomatischen Dienstes.

„Das Staatsoberhaupt stellt uns vor neue ambitiöse Aufgaben, die uns die heutige Zeit diktiert. Belarus wird als ein selbstständiger, unabhängiger europäischer Staat nach wie vor eine Politik verfolgen, die multilateral ausgerichtet ist, und wird seine Souveränität aus konjunkturellen Überlegungen heraus nicht zur Handelsware machen“, sagte der Minister.

Ihm zufolge werde Belarus seinen Kurs auf die Vertiefung und Entwicklung der Beziehungen mit Russland und anderen Partnern im eurasischen Raum aufrechterhalten. Belarus wird seine Kontakte mit der EU und den USA verbessern, stärken und auf eine höhere Ebene bringen und erwartet davon ernsthafte Dividenden. Belarus beabsichtigt, die allseitige Zusammenarbeit und strategische Partnerschaft mit China zu stärken und seine Präsenz in anderen asiatischen Staaten auszubauen. Mit den Staaten des Nahen Ostens, Afrikas und Lateinamerikas werden Kontakte akribisch fortgesetzt. „Wir haben viel Vorarbeit geleistet. Wir werden uns sehr darum bemühen, unsere Pläne auf breiter Ebene umzusetzen“, sagte der Minister.

Auf die Frage der Journalisten über die Verhaltensregeln belarussischer Diplomaten erwiderte Wladimir Makej: „Offen gesagt muss der Diplomat in jeder konkreten Situation entscheiden, ob er weich oder hart sein soll, eher nachgiebig oder konfrontativ. Natürlich treten wir öffentlich eher dezent auf, aber manchmal muss man extrem hart sein, um eine Position zu verteidigen, in anderen Situationen muss man kompromissbereit sein und moderat auftreten.“

„Unsere Diplomaten orientieren sich in ihrem Verhalten in erster Linie daran, welche außenpolitischen Strategien die Staatsführung bestimmt hat. Zweitens muss man in jeder konkreten Situation anders handeln. Wir bemühen uns unter allen Bedingungen darum, angemessene oder adäquate Antworten auf jene Problemfragen zu finden, die hin und wieder entstehen“, sagte Makej.

Nach Ansicht des Außenministers sind folgende Eigenschaften eines Diplomaten von Bedeutung: „er muss angemessen handeln, unvoreingenommen und objektiv sein, Konflikte vermeiden und nach friedlichen Lösungsansätzen suchen. Das sind eigentliche Maximen der Diplomatie.“ (belTA online, 18.01.2019)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lukaschenkos Treffen mit Ex-Außenministern ist im Kontext der Kontinuität der Außenpolitik wichtig

Das Treffen des belarussischen Präsidenten, Alexander Lukaschenko, und Ex-Außenminister ist im Kontext der Kontinuität der Außenpolitik wichtig. Das erklärte der belarussische Außenminister, Wladimir Makej, der heute am Treffen des belarussischen Präsidenten mit Ex-Außenministern teilnimmt.

Wladimir Makej betonte, dass die Geschichte eines jeden Staaten aufgrund der Leistungen voriger Generationen geschrieben wird. Die Geschichte unseres Staates, das Bild des modernen Belarus würde ohne den Beitrag unmöglich, den vorige Generationen geleistet haben. „Das betrifft auch die Außenpolitik. Das Treffen des belarussischen Präsidenten mit Ex-Außenministern des unabhängigen Belarus stellt wichtiges Ereignis insbesondere vor dem 100-jährigen Jubiläum des belarussischen diplomatischen Dienstes dar“, sagte der Minister.

„Ohne Berücksichtigung der Resultate der ehemaligen Mitarbeiter des Außenministeriums und Ex-Außenminister würden wir heutzutage kein Ansehen und Leistungen in Außenwirtschaft genießen. Deshalb ist dieses Treffen ein wichtiges Ereignis im Kontext der Kontinuität der Außenpolitik“, unterstrich Wladimir Makej.

„Der Präsident interessiert sich ständig für die Meinung meiner Amtskollegen über die Tätigkeit auf der internationalen Arena, fügte Wladimir Makej hinzu. – Ich komme mit meinen Kollegen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen oder Jubiläen im Außenministerium zusammen“.

Er bemerkte auch, dass eine Assoziation der Veteranen des Außenministeriums gegründet wurde und effizient funktioniert. Dort finden regelmäßige Treffen und Erfahrungsaustausch statt. (belTA online, 18.01.2019)

 

 

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„100 Jahre BSSR“-Briefmarke in Minsk feierlich abgestempelt

In Minsk fand heute die feierliche Abstempelung der Briefmarke „100 Jahre BSSR“ statt, berichtet BelTA.

Das Ministerium für Kommunikation und Information gibt heute eine Sonderbriefmarke in Umlauf. Sie wurde von Jelena Medwed entworfen und in der Nepogodin-Druckerei, Bobruisk, gedruckt. Die Auflage der Briefmarke beträgt 60 Tausend Exemplare.

An der feierlichen Abstempelung nahmen der Minister für Kommunikation und Information Konstantin Schulgan und Sekretär der Abteilung für Geisteswissenschaften und Künste bei der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus Alexander Kowalenja teil. „Die Gründung der Belarussischen Sozialistischen Sowjetrepublik (BSSR) ist das wichtigste Ereignis im Leben des Landes und muss in Erinnerung bleiben. Die Tatsache, dass der 100. Jahrestag der BSSR in einer Briefmarke festgehalten wird, ist sehr wichtig und notwendig“, sagte Konstantin Schulgan.

„100 Jahre sind nur ein Moment in der Geschichte, aber in dieser Zeit haben die Belarussen viel erreicht. Wir, unsere Väter, Großväter und Urgroßväter, haben alles getan, um Belarus in ein blühendes Land zu verwandeln“, fügte Alexander Kowalenja hinzu.

Am 1. Januar 2019 feiert Belarus 100 Jahre Gründung der Belarussischen Sozialistischen Sowjetrepublik. An diesem Tag wurde die Provisorische Arbeiter- und Bauern-Sowjetregierung von Belarus gebildet und ihr Manifest veröffentlicht. Im Text des Manifests wurde Belarus zu einer freien und unabhängigen sozialistischen Republik erklärt, es wurden die wichtigsten Bestimmungen seiner sozialen und politischen Ordnung festgelegt. Bald zog die Provisorische Arbeiter- und Bauernregierung und das Zentralbüro der Kommunistischen Partei von Smolensk nach Minsk um. (aus belTA online, 02.01.2019)

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Kinder-Weihnachtskonzert in der Wochenendschule

Vorstandsmitglied Mag. Thomas Lösch und Vizepräsident David Stockinger folgten als Vertreter der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft (ÖWG) der netten Einladung des Vereins “Schule der begabten Kinder” in 1020 Wien. Es ist eine Wochenendschule, in der Kinder aus weißrussischen, russischen und ukrainischen Familien die russische Muttersprache, Musik, Tanz, Schach und Malerei lernen. Zukünftig sollen auch Kurse auf Weißrussisch angeboten werden. Geführt wird die Schule von der Weißrussin Svetlana Gibhart. Es schaute auch Dedushka Moros (Väterchen Frost) und Snegurotshka vorbei und beschenkten die Kinder. Danach gab es noch interessante Gespräche bei einem gemeinsamen Mittagessen. Ganz tolle Vorführungen von Kindern, die ihre Wochenendfreizeit vernünftig verbringen. Ein großer Dank an Svetlana Gibhart und ihr ganzes Team für die Zeit und Mühe, die sie in die Wochenendschule investiert! Die ÖWG freut sich auf weiteren Austausch und Kooperation! Infos: http://de.vars-schkola.com

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Präsident: Löhne in Hauptstadt müssen erhöht werden!

Der belarussische Präsident, Alexander Lukaschenko, betont, dass die Aufgabe zur Erhöhung der Löhne der niedrig bezahlten Kategorien von Mitarbeitern auch für Minsk aktuell ist, trotz der Tatsache, dass das Pro-Kopf-Einkommen in Minsk anderthalb Mal höher als durchschnittlich im Land ist. Das erklärte der Staatschef heute in der Besprechung mit den Behörden der Hauptstadt, wie ein BelTA-Korrespondent bekanntgab.

„Zwanzig Prozent der Einwohner der Stadt bekommen immer noch weniger als vierhundert Rubel pro Monat. Deshalb ist die Aufgabe zur Erhöhung der Löhne der niedrig bezahlten Personengruppen auch für Minsk relevant. Zumal sind hier die Preise für Waren und Dienstleistungen die höchsten im Land“, sagte der Präsident.

Alexander Lukaschenko bemerkte, dass derzeit etwa 12 Tsd. Einzelhandelsgeschäfte, 3 Tsd. Gemeinschaftsverpflegungsobjekte und 98 Einkaufszentren in Minsk funktionieren. Innerhalb von zwölf Jahren verdreifachten sich die Verkaufsflächen. „Ein so großer Wettbewerb hat jedoch wenig Einfluss auf die Preissituation. Dennoch gibt es keine wirklichen Rabatte. Es gibt nur symbolische Rabatte. Und der westeuropäische Einkaufsbummel ist für die Bürger von Minsk attraktiv“, stellte er fest.

In diesem Zusammenhang stellte der Präsident die Aufgabe vor der Stadtverwaltung, solche Bedingungen zu schaffen, damit die Menschen in ihrer Stadt Geld ausgeben möchten. (aus belTA online, 20.12.2018)

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ÖWG-Weihnachtsgruß

Wir wünschen allen unseren Freunden und Kooperationspartnern in Österreich und in Belarus schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir wünschen viel Glück, Gesundheit und Erfolg für das Jahr 2019!

Die Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft wird auch 2019 wie gewohnt für die weitere Festigung der Völkerfreundschaft zwischen Österreich und Belarus wirken und Belarus auf seinem selbstbestimmten Entwicklungsweg unterstützen!

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Schülerkooperation besprochen

Bei einem ersten Treffen wurde eine mögliche Schülerkooperation zwischen einer Mittelschule in Grodno und einer Wiener Neuen Mittelschule besprochen. Die Schüler wie auch das Lehrpersonal der Mittelschule in Grodno haben bereits Erfahrung mit Kooperationen mit Deutschland, wollen nun aber auch unbedingt die Kooperation auf Österreich ausweiten.

Aus Grodno war Frau Irina Yuchnevich in Wien. Frau Luzia Mayer, Lehrerin in der NMS in 1100 Wien, freut sich schon auf die nächsten Schritte und ist guter Dinge, dass die Kooperation realisiert wird. Bei dem Treffen waren auch Botschaftsrat Mag. Andrei Yaroshkin, ÖWG-Präsident Prof. Bachmaier und Vizepräsident David Stockinger anwesend. Die ÖWG vermittelte den Kontakt für diese mögliche Kooperation.

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Weihnachtsempfang in der Botschaft

Frau Botschafterin Dr. Alena Kupchina lud Freunde Weißrusslands und Auslandsbelarussen in die Botschaft um gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen. Es wurde auch eine Ausstellung der regionalen belarussischen Trachten gezeigt.

Auch die ÖWG war mit einer starken Abordnung vertreten, u.a. Präsident Prof. Peter Bachmaier und Vizepräsident David Stockinger. Die Möglichkeit des Empfangs wurde gleich genutzt, um kommende Projekte der bilateralen Freundschaftsarbeit zu besprechen.

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Zusammenarbeit zwischen Belarus und der EU in Wien beraten

Über die Zusammenarbeit zwischen Belarus und der Europäischen Union wurde in Wien unter anderem im Kontext des EU-Vorsitzes Österreichs beraten. Das gab der Pressedienst des Außenministeriums bekannt.

Diese Fragen wurden unter anderem am 5. und 7. Dezember während des Besuchs des Vizeaußenministers von Belarus, Oleg Krawtschenko, in Österreich erörtert. Er nahm an der Jahreskonferenz der EU-Initiative „Östliche Partnerschaft“ teil. Die diesjährige Konferenz wird im Rahmen des EU-Vorsitzes Österreichs durchgeführt und widmet sich dem Thema “Ankurbelung der Wirtschaft zum Aufbau einer stärkeren Gesellschaft. Investitionen in Menschen für nachhaltiges Wachstum“.

Der Vizeaußenminister von Belarus nahm am Treffen der Delegationsleiter der Partnerländer mit dem EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, Johannes Hahn, und der Bundesministerin für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich, Karin Kneisl teil. Sie gingen auf Zustand und Perspektiven der Kooperation zwischen den Partnerländern und der Europäischen Union ein.

Oleg Krawtschenko traf sich mit dem Sektionsleiter der politischen Abteilung des österreichischen Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres, Alexander Marshik, und besprach belarussisch-österreichische Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen Belarus und der Europäischen Union.

Mit dem Ko-Vorsitzenden der belarussisch-österreichischen Regierungskommission für Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft, dem Sektionsleiter des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Österreichs, Franz Wessig, wurde eine Zwischenanalyse der Umsetzung der auf der 14. Januartagung erzielten Vereinbarungen durchgeführt.

Oleg Krawtschenko traf sich auch mit der Führung einiger österreichischer Denkfabriken, die sich mit internationalen Beziehungen und internationaler Sicherheitsforschung befassen. Auf die Situation in der Region und in der Welt, die Entwicklungsaussichten zwischen Belarus und der internationalen analytischen Gemeinschaft wurde mit dem Präsidenten des analytischen Zentrums “International Peace Institute”, dem ehemaligen Vorsitzenden der Fraktion “Der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten“ im Europäischen Parlament, Hannes Svoboda, sowie mit dem Präsidenten des Instituts für Sicherheitspolitik, Nationalrat Markus Tschank, und dem wissenschaftlichen Direktor dieser analytischen Struktur, Alexander Dubowy, eingegangen. (aus belTA online, 10.12.2018)

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ÖWG-Generalversammlung mit Vortrag von Prof. Yaroshevich

Bei der heurigen Generalversammlung der Österreichisch-Weißrussichen Gesellschaft wurde im Wiener Cafe Diglas über die Tätigkeiten des vergangenen Jahres und die Finanzsituation der Gesellschaft berichtet, sowie ein Ausblick auf die künftigen Vorhaben der ÖWG gegeben. Auch Botschaftsrat Andrei Yaroshkin nahm an der Versammlung als Ehrengast teil und überbrachte die freundschaftlichen Grüße der belarusssischen Botschafterin.

Der Höhepunkt war das Referat von Prof. Vyacheslav Yaroshevich, Ökonom der belarussischen Universität MITSO. MITSO ist die Universität der belarussischen Gewerkschaftsföderation.

In seinem Vortrtag “Belarus as an independent nation”, der auf Englisch gehalten wurde, referierte Prof. Yaroshevich über v.a. über die politische Ökonomie des belarussischen Staates.

Hier ist der Vortrag zusammengefasst auf Englisch:

BELARUS AS AN INDEPENDENT NATION

Viachaslau Yarashevich

Belarus, a country of 9.5 million people located between the enlarged European Union and Russia, has often been criticised for the lack of economic political reforms associated with postsocialist transformation. Much of this criticism has focused on the country’s president, Aliaksandr Lukashenka, who was initially elected in 1994 and remained in office ever since. He has been blamed for preventing Belarus from undergoing a transition to a market economy and democracy unlike most other postsocialist nations. Instead, it is often argued, he relied on subsidised energy imports from Russia to keep unreformed Belarus economy from collapsing while keeping a tight grip on the country’s politics (Wilson 2009).

Some recent economic developments in the country, namely the foreign currency crisis of 2011 or the recession of 2015-2016, may well be used to vindicate the aforementioned views. However, a more long-term investigation of its social and economic performance since gaining independence in 1991 reveals that in pure statistical terms Belarus fared no worse and often much better than many other postcommunist states, particularly neighbouring Russia and Ukraine. For example, between 1996 and 2014, i.e. for nearly two decades, Belarus grew uninterruptedly at an average rate of over 6 per cent, having avoided GDP fall even in the critical 2009, when the global output as a whole experienced its first contraction in decades.[1] It is also acknowledged that Belarus has the lowest poverty, unemployment and inequality among former USSR republics, and managed to preserve high levels of social security for its citizens (World Bank 2004; World Bank 2009, p. 4). And although economic growth has been more lukewarm after the country’s first and so far the only recession since the early 1990s, it is still quite decent by international standards – 2.4 per cent in 2017 and 3.5 per cent in the first 10 months of 2018.[2]

While in economic literature ostensibly high levels of Belarus socio-economic development are typically explained by the country’s favourable terms of trade with Russia (IMF 2010, p. 16; World Bank 2005), it seems that there are more fundamental forces at work. Both statistics and the author’s own experience of living in the country suggest that modern Belarus’ development might have been determined foremost by a political economy model which evolved in the course of the nation’s postsocialist transformation. Inter alia, it is characterized by nearly full employment, no large-scale privatisation, and high levels of social security provision. In short, one can argue that Belarus features a welfare state based on a mixture of inherited Soviet and new market principles in both economic and social sphere (Yarashevich 2014, p. 1704).

The foundations of this model differ from those of established Western welfare states in Scandinavia or Continental Europe: while the latter originated from untamed capitalism and have undergone several centuries of uneven development, a welfare state in Belarus started off centrally-planned economy hostile to private property and enterprise. As such, it did not fit with the established patterns in the West, and appears to owe its existence to abundant resources of the Soviet Union, which decided to share them with people who were mostly illiterate (at least in the early years of the Soviet rule), worked en masse in primitive agriculture, and did not undergo industrialisation. Thus, whereas in the West welfare followed the economic development, in Belarus, as well as in most other Soviet Union republics, welfare preceded it, at best going hand in hand, and naturally appeared excessive by comparative international standards at the time of postsocialist economic crisis (Kornai 1997, p. 1183).

One of the main features of Belarus’ welfare model concerns the state role in the economy: whereas Western welfare states are all based on private-based economies, the state de-facto dominates the Belarusian economy in both ownership and management. According to the European Bank for Reconstruction and Development, which has monitored postsocialist reforms from their onset, as much as 70% of Belarusian economy is still state-controlled, even as in most other East European countries the opposite is true – most of them are by now privatised.[3] It is the lack of large-scale privatisation which has arguably made Belarus so different from others in the postsocialist world. Despite the fact that privatization law was adopted in the country as early as in 1993, its implementation has been extremely sluggish, which might have had the strongest influence on the shape of modern Belarus’ political economy.  Largely stable property relations enabled Belarusian authorities to steer the economy on both the macro and micro level, through a network of ministries, departments and state corporations kept largely intact yet from the Soviet period.

State dominated in Belarus’ political economy to a large extent comes from the president A. Lukashenka’s conviction that such principles as ‘collectivism, patriotism, social justice’, based on ‘somewhat adjusted’ Marxist-Leninist communist ideology, form an ‘organic’ basis of the modern Belarusian society; by contrast, his attitude to neoliberalism, the mainstream reform discourse in the 1990s, has been rather critical: ‘The ideology of liberalism is dominant and exceptionally aggressive nowadays. Liberalism (or more precisely – neo-liberalism) can be succinctly defined as an ideology of social injustice, profiteering, and individualism… if contemporary neo-liberalism is taken in pure form, it is of course least applicable, or, to put it more precisely, not applicable at all to us, to our people, with our tolerance and mentality’.[4]

The choice of welfare political economy by Lukashenka might have been political – rather than undertaking radical economic reforms which could eventually upset his voters, he decided to focus on things he thought he was elected for – jobs and stability. However, this seemingly tactical political choice could have a more strategic political economy underpinning:  instead of nourishing entrepreneurial class along the mainstream neo-liberal doctrine, A. Lukashenka opted to prioritise the interests of traditional non-entrepreneurial social groups (Yarashevich 2015, p. 68).

To sum up, then, Belarus’ political economy model has indeed been very different from mainstream postsocialist agenda, but to say that it has completely defied it would be inaccurate. Belarus has moved away from its Soviet past, but in a much slower and often inconsistent way than would be accepted by either neo-liberalism or gradualism. Most likely, this inconsistency has been caused by the official refusal to accept the principles of market economy and pluralist democracy while acknowledging the need to adjust to postsocialist realities. By denying neo-liberal reforms pushed elsewhere in the region, A. Lukashenka denied the whole concept of the market-based democratic order. But at the end of the day he has done so because most Belarusians, represented by workers and other non-entrepreneurial groups, apparently do not want to bear the social costs of the transformation – all too obvious in neighbouring Russia, Ukraine and elsewhere in the region. And as A. Lukashenka lacked external sympathy for his politics, he could only rely on the internal grass roots support to remain in power, which explains both his choice of political economy model and survival through most difficult times.

It seems, then, that Belarus’ political economy model has not been appreciated in the West precisely because it defied the seemingly core principles of postsocialism: the priority of private property and pluralist politics. Other countries, including some new EU members, might have also frequently defied mainstream transformation agenda, particularly its neo-liberal tenets, but such deviations have been excused due to convergence of domestic political forces on pro-Western principles, as well as foreign policy support. By contrast, seemingly anti-Western and pro-Russian policies of A. Lukashenka’s administration made its political economy totally unacceptable for the West. On their part, Belarus’ opposition seems to have assumed a provocative role of undermining the credibility of Lukashenka’s presidency on the international arena, being unable to enter formal institutions due to unpopular policy agenda, internal weakness, and dependence on foreign financing.

References:

IMF (2010) Republic of Belarus: Selected Issues, Country Report 10/16 (Washington (D.C.), International Monetary Fund).

Kornai, J. (1997) ‘Editorial: Reforming the Welfare State in Postsocialist Societies’, World Development, 25, 8.

Wilson, A. (2009) ‘The Lukashenka Phenomenon: Elections, Propaganda and the Foundations of Political Authority in Belarus’, The Slavonic and East European Review, 87, 3.

World Bank (2004) Belarus: Poverty Assessment. Are the Trends of Poverty Reduction and Service Accessibility Sustainable? (Washington (D.C.), World Bank).

World Bank (2005) Belarus: Window of Opportunity to Enhance Competitiveness and Sustain Economic Growth. Country Economic Memorandum for the Republic of Belarus, Report 32346-BY (Washington (D.C.), World Bank).

World Bank (2009) Belarus: Public Expenditure and Financial Accountability, Report 48239-BY (Washington (D.C.), World Bank).

Yarashevich, V. (2014)‘Political economy of modern Belarus: going against mainstream?’, Europe-Asia Studies, 66, 10.

Yarashevich, V. (2015) ‘Spravedlivyi balans interesov: sotsialnye gruppy belorusskogo obshchestva v usloviyah transformatsii’ [A fair balance of interests: social groups of the Belarusian society during the transformation], Belaruskaya dumka [Belarusian Thought], 10.

[1] World Economic Outlook update: mild slowdown of the global expansion, and increasing risks [Electronic resource]: IMF. – 17 June 2011. – Mode of access: http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2011/update/02/index.htm. – Date of access: 16.09.2011.

[2] GDP growth (annual %) [Electronic resource]: World Bank. – Mode of access: https://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG. – Date of access: 04.12.2018.

[3] Structural change indicators [Electronic resource]: EBRD. – Mode of access: http://www.ebrd.com/pages/research/economics/data.shtml. – Date of access: 16.09.2011.

[4] Doklad na seminare rukovodyashchikh rabotnikov respublikanskikh i mestnykh gosudarstvennykh organov po voprosam sovershenstvovaniya ideologicheskoi raboty [Report at the seminar for republican and local state administration on the issues of developing ideological work] [Electronic resource]: Administration of the President of the Republic of Belarus. – Mode of access: http://president.gov.by/print/rus/president/speech/2003/seminar/sem2.html. – Date of access: 23.09.2004.

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