Tschernobyl – 32 Jahre später- Maria Hetzer

Maria Hetzer, die seit vielen Jahren das humanitäre Projekt “Erholung für Kinder aus Belarus” organisiert und auch aktives Mitglied der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft ist, spricht über das Projekt und ihre Beweggründe für ihre Solidaritätsarbeit anlässliche der 32-jährigen Wiederkehr der Katastrophe.

Tschernobyl ist nicht vorbei. #rememberingtschernobyl #rememberingtchernobyl #tschernobyl #belaruschernobyl2018 #belarustschernobyl #belaruskinder

Gepostet von Maria Hetzer am Montag, 23. April 2018

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Tschernobyl – 32 Jahre später- Peter Bachmaier

Videobotschaft

 

Dr. Peter Bachmaier

Liebe Mitglieder der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft, liebe Freunde von Belarus!

Die Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft gedenkt am 26. April der Katastrophe, die sich vor 32 Jahren im Atomkraftwerk von Tschernobyl in der Ukraine ereignete. Der Unfall war die größte zivile Katastrophe in der Geschichte der Atomenergie.

Innerhalb der ersten zehn Tage nach der Explosion gelangten radioaktive Stoffe durch den Wind hauptsächlich in die Region nordöstlich von Tschernobyl in Belarus sowie in andere Länder Europas, darunter auch Österreich.

Belarus hat am meisten von allen Ländern darunter gelitten. Der belarussische Staat konnte in den ersten Monaten und Jahren die Folgen des Unfalls mildern. Gleichwohl haben viele Menschen und auch ihre Kinder immer noch gesundheitliche Probleme, obwohl die Strahlung nicht mehr so stark, aber immer noch vorhanden ist.

In Österreich betreut deshalb die Aktion „Erholung für Kinder aus Belarus“ seit 25 Jahren etwa 150 Kinder jährlich, die zu einem Erholungsaufenthalt nach Niederösterreich kommen und dort von Gasteltern betreut werden. Die Aktion wird organisiert von unserem verdienten Mitglied Maria Hetzer, Trägerin des Franzisk-Skaryna-Ordens, der wir dafür zu Dank verpflichtet sind. Wir erinnern deshalb unsere Mitglieder und die Freunde von Belarus auch in diesem Jahr an die Katastrophe und bitten Sie, diese Aktion oder auch andere karitative Aktionen für Belarus zu unterstützen. Vielen Dank!

Wien, 23. 04. 2018.

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Belarus verurteilt entschieden Raketenangriff auf Syrien

Belarus verurteilt entschieden den Raketenangriff auf die Arabische Republik Syrien am 14. April 2018. Das steht in der Erklärung des belarussischen Außenministeriums.

„Auf solche Weise wird die Situation in Syrien zu einem zwischenstaatlichen bewaffneten Konflikt, der mit weiterer unkontrollierter Eskalation außerhalb der Region droht“, steht in der Erklärung.

Belarus ruft alle Konfliktseiten dazu auf, militärische Gewaltanwendung gegen andere Staaten sofort zu stoppen und nach Wegen zur Beilegung der Konflikte mit friedlichen Mitteln am Verhandlungstisch zu suchen.

„Der Einsatz der verbotenen Massenvernichtungswaffen darf nicht folgenlos bleiben. Gegenschritte müssen aber auf eindeutigen und überprüften Tatsachen beruhen und sich nach den Normen des Völkerrechts richten. Keiner dieser Kriterien wurde von denjenigen berücksichtigt, die heute auf Syrien schlugen“, wurde im Außenministerium erklärt.

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen muss die Angaben über Einsatz chemischer Waffen in Syrien sofort überprüfen und über die Ermittlungsergebnisse dem UN-Sicherheitsrat berichten.

„Wir glauben, dass sich alle Mitglieder des UN-Sicherheitsrates um die Aufrechterhaltung und Unterstützung des internationalen Friedens und Sicherheit bemühen müssen“, wurde im belarussischen Außenministerium betont. (aus belTA online, 14.04.2018)

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80. Geburtstag von Charlotte Rombach

Die Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft gratuliert ihrem Gründungsmitglied, der Aktivistin Mag. Charlotte Rombach zu ihrem 80. Geburtstag!. Aus diesem Anlass besuchten die ÖWG-Mitglieder am 28. März 2018 das Befreiungsmuseum im Bunker im Arne-Carlsson-Park (9. Bezirk in Wien), das auf Initiative von Magra Natalia Lagureva gegründet wurde. Der Museumsleiter Dr. Willi Urbanek und die Ko-Direktorin Natalia Lagureva führten durch die Ausstellung über die Ereignisse des Jahres 1945, in deren Mittelpunkt die Rote Armee stand. Anschließend fand eine Feier im kleinen Kreis im Gasthaus Zur böhmischen Kuchl statt.

Charlotte wurde am 31. März 1938 als Tochter des österreichischen Schutzbundkämpfers Heribert Hütter und seiner Frau Charlotte Zint in Moskau geboren, und verbrachte die ersten sieben Jahre ihres Lebens in der Sowjetunion, zuerst in Moskau und dann nach der Evakuierung zu Beginn des Krieges in einem Dorf nordöstlich von Moskau. Ihr Vater trat der Roten Armee bei, war Lektor an der Antifaschule (für österreichische Kriegsgefangene) in Talizy und kam im April 1945 nach Österreich, wo er anfangs in der Obersteiermark gewerkschaftlich und später in Graz als Landesobmann der KPÖ tätig war und eine führende Position in der Politik einnahm. Charlotte kam erst im Oktober 1945 mit ihrer Mutter nach Österreich (Leoben); studierte in Graz 1964 Russisch-Dolmetscher, setzte ihr Studium in Moskau fort und arbeitete später als Lektorin an der Internationalen Atombehörde in Wien.

Charlotte Rombach war ihr ganzes Leben und bis in die letzte Zeit politisch aktiv, was sie auch zur ÖWG führte. In den letzten Jahren verfasste sie auch einige Publikationen, darunter:

Gelebte Solidarität: österreichische Schutzbundkinder in der Sowjetunion, 1934-1945. Wien 2003.

Widerstand und Befreiung, 1934-1945: Zeitzeugen berichten. Wien 2013.

Österreicher in der Roten Armee, 1941-1945, Wien 2015.

Die ÖWG freut sich, eine solche Aktivistin in ihren Reihen haben, dankt ihr für ihre Mitarbeit und wünscht ihr weiterhin viel Erfolg bei ihren Aktivitäten. Zdorovje i mnogich let!

Die Delegation der ÖWG vor dem Befreiungsmuseum im Bunker im Arne-Carlsson-Park, 28. 03. 2018
Peter Bachmaier gratuliert Charlotte Rombach zum 80. Geburtstag
Die Ko-Direktorin des Befreiungsmuseums, Natalia Lagureva, mit David Stockinger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Tragödie Chatyn- 75 Jahre danach

Das belorussische Dorf Chatyn ist heute auf keiner Landkarte mehr zu finden. Es wurde am 22. März 1943 von faschistischen Streitkräften vernichtet. Chatyn, das ehemalige Dorf im Gebiet Minsk, wurde zum Symbol der Tragödie des belorussischen Volkes. Zum Andenken an die 149 Dorfbewohner und die 2,2 Mio umgekommenen Einwohner von Belarus wurde 1969 eine Gedenkstätte an der Stelle des verbrannten Dorfes errichtet, in der die Idee der Tapferkeit des Volkes verkörpert ist, das unzählbar viel im Namen des Sieges geopfert hat.

Aus: Die staatliche Gedenkstätte Chatyn, 2018.

Skulptur des nicht zu unterwerfenden Menschen in Chatyn: der Dorfschmied Josif Kaminskij mit seinem toten Kind
“Friedhof der Dörfer”
Delegation der ÖWG 2017 in Chatyn
Die ewige Flamme in der Gedenkstätte Chatyn

 

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„Die Europäische Union und das östliche Europa“

Peter Bachmaier, Andrei Yaroschkin, Eva Föllmer-Müller und Karl Müller auf der Veranstaltung „Die EU und das östliche Europa“ am 14. 02. 2018

Im Rahmen eines „Stammtischs“ der ÖWG sprachen am 14. Februar 2018 Karl Müller und Eva-Maria Föllmer-Müller von der Redaktion der Schweizer Wochenzeitung „Zeit-Fragen“, die schon mehrmals an Veranstaltungen der ÖWG teilgenommen hatten, in einem kleineren Kreis über das Thema „Die Europäische Union und das östliche Europa“.

Die Referenten berichteten von einer großen Veranstaltung des Deutsch-Russischen Forums unter der Leitung von Mathias Platzek in Brandenburg, auf der die ehemalige deutsche Korrespondentin in Moskau, Gabriele Krone-Schmalz, ihr neues Buch „Eiszeit“ präsentierte. Das Buch setzt sich mit dem „Feindbild Russland“ auseinander, und warum der Westen mit zweierlei Maß messe. Die Referenten wiesen auch auf den Aufmarsch der NATO in Osteuropa mit Panzern, Raketenstellungen und amerikanischen Spezialtruppen an der Grenze zu Russland hin.

David Kainrath, ÖWG-Mitglied, berichtete von einer Podiumsdiskussion über das Thema „Die EU und das östliche Europa und Russland“ in der Diplomatischen Akademie mit den Botschaftern der EU in Moskau, Tiflis und Kiew. Botschaftsrat Andrei Yaroshkin sprach über die Bemühungen von Belarus, die Beziehungen zur EU zu normalisieren.

Literaturhinweis:

Gabriele Krone-Schmalz, Eiszeit, Verlag C. H. Beck, 2018.

Hannes Hofbauer, Feindbild Russland, Verlag Promedia, Wien 2016.

 

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Bericht der Buchpräsentation “Gelebte Solidarität” in St.Pölten

Das ÖWG-Mitglied Charlotte Rombach präsentierte aus Anlass des 84. Jahrestages des Ausbruchs des österreichischen Bürgerkrieges ihr Buch “Gelebte Solidarität” im Stadtmuseum St. Pölten.

Gelebte Solidarität

Österreichische Schutzbundkinder in der Sowjetunion

Was internationale Solidarität bedeutet, erfuhren 120 österreichische Kinder, die nach den Ereignissen im Februar 1934 die Einladung erhielten, in die Sowjetunion zu fahren. Sie wurden von der Stadt Moskau aufgenommen, in einem eigens für sie adaptierten Kinderheim untergebracht und verlebten einige sorglose Jahre. Nachfolgend erhielten sie die Möglichkeit, zu lernen, zu studieren oder einen Handwerksberuf zu erlernen.

Die politischen Säuberungen der späten 30er-Jahre und der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges veränderten ihr bisher beschauliches Leben in dramatischer Weise. Einige verteidigten in der Roten Armee ihre zweite Heimat und kamen dabei ums Leben, andere wurden Opfer innersowjetischer Verfolgungen, die übrigen kämpften wie die sowjetische Bevölkerung auch nach der Evakuierung ins Hinterland ums Überleben.

Die Autorin, selbst als Kind eines Februarkämpfers in der Sowjetunion geboren, präsentierte ihr Buch und erzählte über ihr Leben und ihre Familie in der UdSSR. Ergänzend zur Buchpräsentation wurden zeitgenössische Filmdokumente gezeigt.

Auch ÖWG-Präsident Prof. Peter Bachmaier sowie der St.Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler wohnten der Veranstaltung bei.


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„Das Minsker Abkommen und die Lage in der Ostukraine“

Willi Langthaler vom Komitee für Frieden in der Ukraine spricht
David Stockinger, Jaroslava Sidorenko, Peter Bachmaier, Willi Langthaler und Alfred Almeder auf der Veranstaltung am 12. 03. 2018 im Café Diglas

Österreichisch-Weißrussische Gesellschaft

Komitee für Frieden in der Ukraine

 

Veranstaltung am 12. März 2018

anläßlich des 3. Jahrestags des Minsker Abkommens

Am 12. März 2018 veranstaltete die ÖWG gemeinsam mit dem Komitee für Frieden in der Ukraine einen Vortrags- und Filmabend im Café Diglas im Schottenstift vor rund 30 Leuten.

Einleitend sprach Dr. Peter Bachmaier über die Aussichten der Verwirklichung des Minsker Abkommens über einen Waffenstillstand in der Ostukraine. Er hob die großen Bemühungen von Belarus für das Abkommen und seine Verwirklichung hervor. Belarus versuche noch immer, zu vermitteln und eine neutrale Haltung zu bewahren, die aber durch das neue „Donbass-Integrationsgesetz“ der Werchowna Rada vom Jänner 2018, wie in einem Video des Klagemauer TV erklärt wurde, schwieriger geworden sei.

Der neue Dokumentarfilm „Frontstadt Donezk – die unerwünschte Republik“ des deutschen Journalisten Mark Bartalmai zeigte das Leben in der Ostukraine „von der anderen Seite“. Die Volksrepublik Donezk sei ein „Gegenentwurf“ zum Neoliberalismus in der heutigen Ukraine, und deshalb werde auch darüber nicht berichtet, wie der Autor im Film erklärte. Trotzdem habe sich das Leben in der Volksrepublik in den letzten zwei Jahren normalisiert und auch verbessert.

Der sozialdemokratische Gewerkschafter Alfred Almeder vom Komitee für Frieden in der Ukraine berichtete dann mit einer Bildschirmpräsentation von seinen bisher vier Reisen in die Volksrepublik Lugansk, über Hintergründe, seine Erlebnisse und die humanitären Projekte, die er leitet. Anschließend folgte eine ausführliche Diskussion, in der es auch um die Rolle der westlichen Medien ging. Zum Schluss wurden auch Spenden für weitere Hilfslieferungen für die notleidende Bevölkerung in der Krisenregion gesammelt.

 

 

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Stammtisch: Das Minsker Abkommen und die Lage in der Ostukraine

Einladung zum ÖWG-Stammtisch in Kooperation mit dem Komitee für Frieden in der Ukraine:

Das Minsker Abkommen und die Lage in der Ostukraine

Veranstaltung mit Filmvorführung

Anläßlich des 3. Jahrestags des Minsker Abkommens

Auf der Veranstaltung spricht Dr. Peter Bachmaier über die Aussichten der Verwirklichung des Minsker Abkommens über einen Waffenstillstand in der Ostukraine. Anschließend wird nach einem kurzen Video über das Kiewer Donbassgesetz vom Jänner 2018 der neue Dokumentarfilm „Frontstadt Donezk – die unerwünschte Republik“ des deutschen Journalisten Mark Bartalmai gezeigt. Alfred Almeder vom Komitee für den Frieden in der Ostukraine wird einen Kommentar zu dem Film abgeben und von seinen eigenen Erlebnissen in der Ukraine berichten.

Datum:

Ort: Café Diglas, Schotteng. 2, Extrazimmer, 1. Stock

Kontakt:

info@oewg.org

personenkomitee@ukraine-frieden.org

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Buchpräsenation von Charlotte Rombach: “Gelebte Solidarität”

Aus Anlass des 84. Jahrestages des Ausbruchs des österreichischen Bürgerkrieges findet am Freitag, dem 16. Februar, um 18 Uhr im Stadtmuseum St. Pölten, Prandtauerstraße 2 eine Buchpräsentation von Charlotte Rombach, die auch aktives Mitglied der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft (ÖWG) ist, statt.

Gelebte Solidarität

Österreichische Schutzbundkinder in der Sowjetunion

Was internationale Solidarität bedeutet, erfuhren 120 österreichische Kinder, die nach den Ereignissen im Februar 1934 die Einladung erhielten, in die Sowjetunion zu fahren. Sie wurden von der Stadt Moskau aufgenommen, in einem eigens für sie adaptierten Kinderheim untergebracht und verlebten einige sorglose Jahre. Nachfolgend erhielten sie die Möglichkeit, zu lernen, zu studieren oder einen Handwerksberuf zu erlernen.

Die politischen Säuberungen der späten 30er-Jahre und der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges veränderten ihr bisher beschauliches Leben in dramatischer Weise. Einige verteidigten in der Roten Armee ihre zweite Heimat und kamen dabei ums Leben, andere wurden Opfer innersowjetischer Verfolgungen, die übrigen kämpften wie die sowjetische Bevölkerung auch nach der Evakuierung ins Hinterland ums Überleben.

Die Autorin, selbst als Kind eines Februarkämpfers in der Sowjetunion geboren, wird ihr Buch präsentieren und über ihr Leben und ihre Familie in der UdSSR berichten. Ergänzend zur Buchpräsentation werden zeitgenössische Filmdokumente gezeigt.

 

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